DIE SAM IN ANGOLA
AUGENKLINIK „BOA VISTA“ Rund 1% der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten und 0.5% der Bevölkerung in der Stadt Benguela sind blind. Das sind in der ganzen Region rund 50'000 betroffene Menschen. Gründe für diese hohe Rate finden sich vor allem bei der Ernährung (Vitamin A Mangel), bei infektiösen Krankheiten und bei den häufigen Starerkrankungen (Katarakt). Armut ist häufig ein Grund für ihre Blindheit, und die Blindheit führt wiederum zur Armut.
Seit 1995 betreibt die Schweizer Allianz Mission in der Provinzhauptstadt Benguela die Augenklinik „Boa Vista“. Jährlich werden durch unsere drei in Angola lebenden Ärzte und ihr Team gut 14'000 Konsultationen und 1’500 Kataraktoperationen durchgeführt (das sind rund ¾ sämtlicher jährlich in Angola durchgeführten Kataraktoperationen) und rund 3’000 Brillen angefertigt. Rund die Hälfte der Behandlungen finden in der Augenklinik selber statt, die andere Hälfte durch mobile Einsätze in den Südprovinzen.
Ausbildung hat hohe Priorität. Jährlich werden durch unsere Ärzte Grundkurse in Augenmedizin für Pflegepersonal durchgeführt. Eine Anzahl dieser Pflegerinnen und Pfleger tragen ihr Wissen zurück in die Provinzen. Die Vermittlung von christlichen Werten und ethischen Standards gehört ebenso zum Ausbildungsinhalt, wie die medizinischen Kenntnisse, Hygiene und Ernährungslehre.
Menschen, die ihr Augenlicht zurückerhalten oder mit einer Brille wieder scharf sehen, bekommen ganz neue Chancen für ihr Leben. Die oftmals jungen Patienten können zur Schule gehen und einen Beruf erlernen. Ältere Menschen erhalten ihre Selbständigkeit zurück und können wieder einem Handwerk nachgehen. Familiengemeinschaften werden finanziell entlastet und erhalten in vielen Fällen eine zusätzliche Arbeitskraft.
ProLITERATURA Im Rahmen von ProLITERATURA baute die SAM, zusammen mit einheimischen Partnern, den Buchladen Barquinho in Luanda auf. Vom angolanischen Team werden dort christliche Literatur verkauft. Beispielsweise wurden im Jahr 2007 über 35‘000 christliche Bücher an den Mann oder die Frau gebracht. Da in Afrika ein Buch durchschnittlich von viel mehr Leuten gelesen wird als in Europa, ist dieser Arbeitszweig für die Menschen in Angola wichtig.
AIDS-ARBEIT LUANDA Zusammen mit dem Angolanischen Bibellesebund (UBA) baute die SAM in den Provinzen eine AIDS-Präventionsarbeit auf. Es werden Schulungen durchgeführt, mit denen die Bevölkerung über AIDS aufgeklärt werden kann.
LEPRA-ARBEIT Die Lepraarbeit der SAM findet gemeinsam mit verschiedenen Partnerkirchen und dem Gesundheitsministerium Angolas statt. Obwohl jedes Jahr weiterhin mehr als 1’000 neue Leprafälle festgestellt werden, sind Verstümmelungen seltener geworden. Auch die Anzahl der Patienten in Behandlung ist rückläufig. Das Pflegepersonal wird im Erkennen der Krankheit geschult und die verschiedenen Gesundheitsposten besucht und weitergebildet. Doch auch die Bevölkerung wird durch Seminare auf das Thema "Lepra" sensibilisiert. Um die Familien der ehemaligen Leprapatienten zu integrieren, unterstützt die SAM drei Grundschulen, wo die Kinder der Betroffenen den Schulunterricht weiterhin besuchen können. Danach ist es ihnen möglich eine Ausbildung zu machen, und so die eigene Familie zu unterstützen. Ausserdem sichert die Kleingewerbeförderung betroffenen Familien ein kleines Einkommen.
MEDIZINISCHES WERK DER IESA (IESA = Igreja Evangélica Sinodal de Angola) Das medizinische Werk der IESA geniesst grosses Vertrauen im angolanischen Volk und arbeitet in Zonen, in denen nicht genug medizinische Einrichtungen vorhanden sind. Diese Kirche unterhält das frühere Missionsspital in Kalukembe mit 200 Betten. Neben stationären Behandlungen werden dort allgemeine Konsultationen, Operationen, Laboruntersuchungen und Geburten durchgeführt. Die SAM unterstützt dieses Werk durch eine Mitarbeiterin, die vor allem in der Ausbildung (Krankenpflege) und in der Rehabilitation tätig ist. Die Krankenpflegeschule in Kalukembe sind momentan über 100 Personen in der Ausbilung, welche die Lernenden mit dem staatlichen Diplom abschliessen. Vier Rehabilitationszentren sind in Betrieb, in Kalukembe werden ausserdem Prothesen, Orthesen sowie Krücken aus Holz hergestellt.
RADIOARBEIT Die SAM beteiligt sich personell und finanziell an der Produktion und Übertragung von christlichen Radioprogrammen durch TWR (Evangeliumsrundfunk). Diese Sendungen helfen Menschen Gott kennenzulernen, in ihrem Alltag richtige Entscheidungen zu treffen und negativem Gruppendruck zu widerstehen. Die Menschen erhalten Hoffnung und Perspektive für ihr Leben.
OFFENE STELLEN IN ANGOLA
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